Wolfsbach bei Landshut

 

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Die Kirche gehört zur Pfarrei Adlkofen bei Landshut. Die Filialgemeinde zählt 2013  160 Katholiken.

Bereits Otto d.Gr. schenkte das Gut an das Frauenkloster Niedermünster in Regensburg schenkte. 1002 bestätigte Kaiser Heinrich II. diesen Besitz des Klosters in Beutelhausen mit den Gewässern und Wassermühlen und den Flächen an der Isar, der Ort hieß „Vualehhenesbah“, also Wolfsbach. Die Vorsteherin des Klosters ließ wohl wie in Beutelhausen so auch in Wolfsbach eine Kirche bauen. Sie wurde dem Verkehrspatron und frühen Brückenheiligen St. Nikolaus geweiht und im romanischen Stil gebaut. 1589 enthält eine Beschreibung der Diözese folgende Angaben über das Wolfsbacher Gotteshaus: „Zwei geweihte Altäre: St. Nikolaus und alle Apostel, eine Altarglocke, Weihwassergefäß, eine Tragfahne mit Kreuz beim Gebeinhaus, der Friedhof ist geweiht und gut umschlossen. Die Kunstgegenstände dieser Kirche sind hinreichend, ein paar beschädigt. In der Sakristei stehen Schränke, in denen ein silberner Kelch mit goldener Patene aufbewahrt wird, ein Messbuch vorhanden. Am Turm hängen zwei Glocken. Gottesdienste sind an St. Nikolaus, Kirchweih und am Patrozinium.“

Auch nach dem Dreißigjährigen Krieg wird 1665 von zwei beschädigten Altären berichtet. Sie waren St. Nikolaus und der Muttergottes geweiht. In der Bistumsbeschreibung von 1723 steht, dass ein Altar vorhanden ist, dessen erster Patron der hl. Bischof Nikolaus und dessen zweiter Patron der hl. Bischof Ulrich ist. Kirchweih wurde am Sonntag nach dem Fest des hl. Apostels Jakobus gefeiert.
Unter Pfarrer Ulrich Deubl wurde um 1740 die Kirche barock umgestaltet. Für den Hochaltar schnitzte der berühmte Landshuter Bildhauer Christian Jorhan um 1756 eine wunderschöne Figur des hl. Nikolaus. Die barocken Seitenaltäre kamen 1886 aus der Pfarrkirche Schatzhofen hierher.
Nachdem die Glocken in den Weltkriegen eingeschmolzen worden waren,  goss die Firma Hahn in Landshut 1949 mit der Inschrift: „HL. ALBANUS HALT UNHEIL UND VERDERBEN FERN.“ 1958 wurde das Geläute mit einer weiteren Glocke vervollständigt. Sie erklingt im Ton g. „HL. NIKOLAUS BESCHÜTZE UNS“, ist auf ihr zu lesen.
Pfarrer Johann Schober 

WolfsbachKirche

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