Stendal – Nikolausdom

Eine der großen zweitürmigen Kirchen Stendals ist dem h. Nikolaus geweiht. Die Hansestadt lang auf dem Weg in der Altmark. Heute sieht man die Türme vom ICE aus, der etwas südlich der Stadt Berlin mit Hannover verbindet. Die Region galt als Grenzland, Mark und musste kulturell erschlossen werden. Markgraf gründete Pfarreien, dazu Burgen und Stifte. Sie residierten In Tangermünde. Da Stendal sich dynamischer entwickelte, verlegte Otto III. das Stift 1188 von dort nach Stendal. Bereits 1194 wurde eine Schule eingerichtet. Das Stift betreute Pfarreien und erhielt immer mehr Besitztümer, so dass die 1420 die baufällig gewordene Kirche durch einen Neubau ersetzt wurde. Nach fünfzig war der Bau fertiggestellt. Man konnte inzwischen die Hallenkirche viel höher bauen. Unter dem hohen Gewölbe kommt sich der Beter klein vor.

Foto: Nikolausinitiative

Foto: Nikolausinitiative

Der Kirchenpatron lugt an der Seite des Lettners ins Kirchenschiff, eine größere Statue findet sich am nördlichen Außenportal. Heute ist St. Nikolaus, das wegen seiner Größe den Titel Dom trägt, die Hauptkirche der evangelischen Stadtgemeinde.

Die Chorfenster sind aus dem 15. Jahrhundert sind erhalten, in der Mitte sind die Motive der Karwoche und der Auferstehung Jesu gut erkennbar. Auch weitere 22 Fenster sind erhalten, damit ein besonderer Anziehungspunkt.
Eckhard Bieger S.J.

Foto: Nikolausinitiative

Foto: Nikolausinitiative

Foto: Nikolausinitiative

Foto: Nikolausinitiative

Hinterlasse eine Antwort