Kalkar Nicolaikirche

Kalkar Kirche

Die große Nicolaikirche in Kalkar überragt die Häuser am Markt.

Die Stadt wurde 1230 gegründet, 1450 wird die dreischiffige Kirche eingeweiht. Getragen von Bruderschaften und finanziert durch die Tuchmacherei und den Wollhandel. Kurze Zeit ist Kalkar Mitglied der Hanse.
Nikolaus ist der Namenspatron der Kirche. Eine große Skulptur steht direkt neben dem Hauptaltar. Da in der Bauperiode der Kirche die Marienfrömmigkeit blühte, finden sich sonst keine Hinweise auf den Kirchenpatron. Einer der kunstvollen Altäre stellt die 7 Schmerzen Mariens dar. Der Hauptaltar, der über das Jahr einen Kreuzweg zeigt, wird in der Weihnachtszeit geöffnet und zeigt auf gemalten Tafeln Szenen aus der Geburtsgeschichte und aus dem Leben Jesu.

Nikolausfigur

Das Stadtbild von Kalkar hat sich deshalb erhalten, weil die Stadt erst in den siebziger Jahren Anschluss an den Wirtschaftsaufschwung gewann und daher die Bausünden der Nachkriegsjahre vermieden wurden. Anders als die Städte an Rhein und Lippe wurde Kalkar nicht bombardiert, als sich die alliierten Truppen auf das Ruhrgebiet vorrückten.
Mit Kalkar verbinden sich auch ein Forschungszentrum und das Projekt eines „Schnellen Brüters“. 1973 wurde mit dem Bau begonnen, 1991 werden die Arbeiten eingestellt, ohne dass der Brüter ans Netz angeschlossen wurde.
Eckhard Bieger

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